Santa Sindone

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Die Kathedrale   versione testuale

Der Turiner Dom, der am Ende des XV. Jahrhunderts (zwischen 1491 und 1498) aufgebaut wurde, ist im Gebiet, in dem ehemals sich die drei frühchristlichen Kirchen San Salvatore, Santa Maria de Dompno und San Giovanni Battista erhoben, errichtet worden.
Das aktuelle Gebäude, dessen Aufbauen der Kardinal Domenico delle Rovere wollte, wurde im Renaissancestil nach dem Entwurf von Meo del Caprina da Settignano ausgeführt. Der Grundriss der Kirche ist ein lateinisches Kreuz und die Innerarchitektur ist von einem weiten Mittelschiff beherrscht. Der durch Pilaster aus “Susa“-Stein markierte Mittelschiff ist von zwei kleineren Schiffen gesäumt, wo dreizehn Kapellen (sechs im rechten Schiff und sieben im linken Schiff) ihren Außenmauern entlang gewonnen worden sind. Die zweite Kapelle auf der rechten Seite, die den Heiligen Crispino und Crispiniano geweiht sind, hat einen hohen Kunstwert und enthält Werke vom Maler Defendente Ferrari. Die erste Kapelle auf der linke Seite nimmt die Taufkapelle auf. In der Kapelle der Trinität (die dritte des linken Schiffes) ist der Leichnam von Pier Giorgio Frassati (1901-1925), dem 1990 von Johannes Paulus II. selig gesprochenen, jungen Mann von Turin, aufbewahrt. Die Turiner Kathedrale bewahrt auch eine von der Kirche von St. Jean de Maurienne herkommende Reliquie vom Heiligen Johannes dem Täufer auf.
Die ganze Domfassade ist aus Weißmarmor mit Tympanum und drei mit Reliefen dekorierten Portalen. Ihre Merkmale heben die Linien der Schiffe hervor, die die Innerräume unterteilen. Im Mittelbereich, der der höchste ist, ist der Dreieckgiebel, während die zwei Seitenschiffe von Voluten übergeragt sind, die die Dachflächen verdecken. Eine Treppe führt zum Kirchplatz.
Im Lauf des XVII. Jahrhunderts ist das Ende des Chors partiell abgerissen worden, damit eine kreisförmige Kapelle zur Bewahrung des Leichentuches Christi einfügen zu können. Die Aufgabe ihrer Ausführung wurde dann von Guarino Guarini übernommen, der 1690 die Arbeit beendete.
In der Nacht zwischen dem 11. und dem 12. April 1997 hat ein Feuer die Kuppel von Guarini schwer beschädigt. Das Leichentuch Christi war allerdings nicht mehr in der Kapelle, sondern in einem geeigneten Behälter hinter dem Kanzelaltar des Doms und wurde weit entfernt vom Feuerbereich unmittelbar gebracht.
Der Dom hat in der Zeit verschiedene Umarbeitungen, wie der Wiederaufbau des Mittelschiffs im Jahr 1656, die Hinzufügung einiger Fresken im Jahr 1834 und ihre Entfernung während der Restaurierungsarbeiten zwischen 1927 und 1929, erfahren. Aber die wichtigste Veränderung bezüglich des Urentwurfs betrifft sicherlich die Einfügung der Leichentuch-Kapelle in den kirchlichen Komplex.
Der Glockenturm aus roten Ziegeln, der sich außerhalb des Doms befindet und Sant’Andrea genannt ist, wurde um 1470 ausgeführt und 1720 von Filippo Juvarra aufgestockt.
Die untere Kirche, die nach dem Feuer vom 1997 vollständig restauriert wurde, nimmt nun das Diözesanmuseum für Kirchenkunst auf, das zur Museumsroute des Turiner-“erhabenen Gebiets“ gehört.