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Das Feuer   versione testuale

In der Nacht zwischen Freitag, dem 11., und Samstag, dem 12. April 1997, kurz vor Mitternacht, entwickelte sich ein heftiger Feuer in der Kapelle des Leichentuches Christi zwischen der Turiner Kathedrale und dem Königspalast. Die Flammen vernichteten die Barockkapelle, die im XVII. Jahrhundert von Guarino Guarini entworfen worden war, und verbreiteten sich später zum Nord-West-Wachturm des Palastes, wobei sie einige Duzenden von wertvollen Gemälden zerstörten. Erst am Morgengrauen gelangen die Feuerwehrleuten, die Flammen endgültig zu löschen.
Der Feuer betraf das Leichentuch Christi nicht direkt, weil es (zusammen mit seinem Behälter) am 24. Februar 1993 zum Zentrum des Kathedralechors hinter dem Kanzelaltar vorläufig versetzt und von einer eigens gebauten, kugelsicheren und einbruchhemmenden Kristallglasstruktur geschützt worden war.
Weil 1000 Grad Celsius in der Kapelle beim Feuer überschritten wurden, ist es deutlich, daß das Leichentuch Christi vollständig vernichtet worden wäre, wenn es am Zeitpunkt des Feuers im von Antonio Bertola entworfenen Altar in der Mitte der Kapelle noch bewahrt worden wäre.
Auch wenn das Leichentuch Christi und sein Behälter vom Feuer nicht interessiert wurden, wurde es im Lauf jener Nacht entschieden, die Kristallglasstruktur zu brechen und das Leichentuch Christi mitzunehmen, damit sowohl eine auch partielle Zusammenbruchgefahr der Kapellenkuppel als auch mögliche vom Feuerwehrhydrantwasser verursachten Beschädigungen zu vermeiden.
Das Leichentuch Christi wurde unmittelbar zum Erzbischofspalast versetzt und am Montag, dem 14. April, wurde eine Inspektion in Anwesenheit des Kardinals Giovanni Saldarini und einiger Mitglieder der internationalen Kommission für die Bewahrung des Leichentuches Christi ausgeführt, die bestätigte, daß das Leichentuch Christi keinen Schaden genommen hatte.